Rutschgefahr – Tipps für den Notfall

Besonders wenn es draußen eisig ist, verliert man schnell den Halt, rutscht aus und verletzt sich. Hier finden Sie nützliche Tipps, wie Sie sich besonders in der kalten Jahreszeit vor solchen Malheurs im Alltag schützen und im Ernstfall eine Verletzung behandeln können.

Besser Vorsicht als Nachsicht

Als generelle Regel gilt: Besser Vorsicht als Nachsicht. Sinnvoll ist, sich bereits vor einer Risikosituation, wie etwa vereistem Boden, Gedanken zu machen, wie man einen Sturz oder ein Ausrutschen am besten vermeiden kann. Unerlässlich dafür ist, das richtige Schuhwerk auszuwählen. Festsitzende Schuhe mit griffiger Sohle geben Halt und Sicherheit. Auch die Geschwindigkeit muss angepasst werden, um bei Eis oder Schnee ein Wegrutschen zu verhindern. Bei Steigungen oder Treppen ist es ratsam, sich an einem Geländer festzuhalten. So kann ein möglicher Fehltritt besser abgefangen werden und eine Verletzung verhindert werden.

Im Akutfall: Schmerzlinderung nach der PECH-Regel

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Unfall, ist für die Erstbehandlung die PECH-Regel empfehlenswert:

P – Pause: Die bewegungsreiche Betätigung muss sofort unterbrochen werden.

E – Eis: Falls keine offene Wunde entstanden ist, empfiehlt es sich, die verletzte Stelle zu kühlen, zum Beispiel mit einer speziellen Kompresse. Im Notfall können auch Eiswürfel in ein Geschirrtuch gewickelt werden. Das Eis soll allerdings nie direkt auf die betroffene Stelle gelegt werden, da sonst Hautschäden drohen.

C – Compression (Englisch für „Kompression, Druck“): Falls die Stelle anzuschwellen droht, wirkt ein Druckverband der Schwellung entgegen. Laien sollten sich hierzu in fachkundige Hände begeben. 

H – Hochlagern: Falls Beine oder Arme betroffen sind, erleichtert das Hochlagern der Extremität den Rückfluss von Blut und Schwellflüssigkeit. Auch Schmerzen werden so etwas gelindert.

Achtung: Bei einer Verletzung, die auf eine Bänderzerrung, einen Muskel- oder Sehnenriss oder eine Verstauchung hindeutet, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Gerne beraten wir Sie in der Folge, wie Sie möglichst schnell wieder fit werden.

Weitere Beiträge